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  • Die Orsons – Das Chaos und Die Ordnung (Review)

    Ode an die Band

    (Von Chad Weezer)

    Die Beste aller guten Nachrichten gleich vorab: Die Orsons bleiben die realste Boyband der Welt!

    Auch wenn es schwer nachvollziehbar ist, wie genau die Aufgaben zwischen Chimperator, Universal und den Künstlern aufgeteilt sind, so kann man festhalten, dass das dritte Album mit dem treffenden Titel Das Chaos und Die Ordnung alles hält, was man sich von ihm versprechen konnte.

    Auf der musikalischen Ebene bewahren sich die Orsons ihren Independent-Status. Dank der künstlerischen Anarchie, die O-förmlich aus den vier Jungens rauszusprudeln scheint, eroberten die Hooligans of Love innerhalb weniger Jahre von Stuttgart aus die gesamte Rapublik. Mit dem Debüt-Album Das Album führten die Orsons ihre Charaktere ein, auf dem zweiten Album Die Herrlichkeit,in Ewigkeit,Orsons entwickelten sie ihren einzigartigen Style.

    Diesem bleiben sie auch bei ihrer dritten Langspielplatte treu: Kaas schießt gleich zu Beginn mit Panzern Liebe in die Herzen der Menschen, Maeckes singt schön und schaut dabei sicher noch schöner aus und Tua spittet in Double-Time auf seinen perfekt komponierten Beats. Bartek (formerly known as Plan B), den man seit seinen Anfängen als Backup-Rapper von Franky Kubrick als authentischen HipHopper kennt, lässt sich mit Mars zu einem Lied hinreißen, welches von gebrochenen Herzen und Beziehungsproblemen handelt. Auch Kaas und Maeckes säuseln von den Schwierigkeiten, die sich aus dem Dasein als gefeierte Musiker für ihre Liebschaften ergeben. Solche Probleme kennt Tua natürlich nicht, denn seine Liebe zu alkoholischen Getränken verträgt sich ideal mit dem Leben als rappender Producer, siehe Vodka Apfel Z.

    Dass die Orsons auch mit Major-Deal ihren unkonventionellen Stil beibehalten, lässt nicht nur die Herzen von 0711-Rapfans mit den BPM-Raten der Tracks um die Wette schlagen, die verschiedenen Einflüsse wie Piano-Soli und Dubstep-Passagen werden sicherlich auch andere Musikliebhaber überzeugen. Noch dazu liefern die Orsons keine platten Lyrics, sondern spielen in gewohnter Manier mit Wörtern als wären Buchstaben Legosteine und die kindisch anmutenden „Outros“ bei einzelnen Liedern („Deine Crew braucht dick Schwanz und kriegt ihn auch“) sind bei näherer Betrachtung höchst intelli-fucking-gent. So wie bei dem Überbrett Zambo Cristall Merkaba, auf dem die Wurzeln der Bandmitglieder besonders zur Geltung kommen: Maeckes und Bartek rappen ihre Strophen auf einen Beat, der an die Pearless-Meisterwerke aus Chimperator-Zeiten erinnert, während Tua und Kaas ihre Parts auf krachenden Snares unterbringen, wie früher bei BassQuiat.

    Mit solchen Spielereien geben die Orsons den Pulsschlag einer neuen Generation von Popmusikern vor. Nicht der Teufel, sondern Gott steckt im Detail. Und die neue Platte der Orsons ist so gesehen äußerst göttlich, auch wenn die Lieder auf ungeübte Hörer sehr chaotisch wirken mögen.

    Für den ordentlichen Teil des Albums sind nicht allein die Künstler verantwortlich, sondern hauptsächlich die Crew drumherum. Die Zusammenarbeit mit den Leuten von Universal brachte den Orsons eine deutlich professionellere Vermarktung: ein Rooftop-Konzert sponsored by adidas, die geniale Jetzt-EP via Juice, Teaser und Prelistening auf Facebook, dann die Teilnahme an Stefan Raabs Bundesvision Songcontest pünktlich zum Releasedate – Die Fans wurden ordentlich heiß gemacht und eine lange Wartezeit bei Laune gehalten. Und seit einer Woche können wir nun das Ergebnis eines langen Schaffensprozesses genießen, in dem die sympathischen Sprechsingsänger oft an ihre Grenzen gehen mussten, um die künstlerischen Differenzen untereinander zu beheben. Sie haben es geschafft!

    Sie haben ein silberglänzendes O geformt! Und sind sich selbst dabei real geblieben..

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